Musikkabarett

Tom.Gubik

Geht's so oder basst's?

Fr, 07. September 2018, 20:00 Uhr
Langeneck/Tann, Gasthaus Wirtsbauer

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Tom.Gubik
Geht’s so oder basst’s?

Seit 2012 nimmt der gebürtige Kelheimer mit Ironie sich selbst und seine Zeitgenossen aufs Korn und hantiert mit Wortwitz, Gitarre und Gesang. Natürlich bayerisch – natürlich original. Mag sein, dass sich der eine oder andere Zuhörer dabei an Wortkünstler wie Fredl Fesl oder Willy Astor erinnert. Die jedenfalls betrachtet Tom als seine Inspiranten. Text und Musik bayerisch angehaucht, aber „kein Ur-Bayer mit Lederhose, keine Gstanzln und Schnaderhüpfln, sondern eben Kleinkunst“, so umschreibt er selbst seinen Stil.
„Geht’s so oder basst’s?“ lautet die zentrale Frage des Abends – und der Titel des zweiten Programms des Nachwuchskabarettisten Tom Gubik. Wahre Begebenheiten aus dem Berufsalltag als Grundschullehrer wechseln sich ab mit Situationen, die jeder Zuhörer auch selbst kennt – sei es aus Beruf, Freizeit oder Familie. Die Verrücktheiten des Alltags, wie zum Beispiel eine Postsendung in aller Herrgottsfrüh am Samstag, das bornierte Verhalten des Mannes im Supermarkt, der die Hefe nicht findet, aber um nichts in der Welt danach fragen würde, die Tücken der digitalen Welt und die Vorzüge der Zeitung gegenüber jedem E-Paper kleidet Gubik in tiefgründige Anekdoten über die Unsicherheiten und Fettnäpfchen im Leben. Dies alles umrahmt er mit lustigen und ebenso scharfsinnigen Liedern, die er auf Gitarre, Ukulele und Klavier bezupft und betastet. Manche von Ihnen, wie zum Beispiel „Kinder san gnadenlos ehrlich“ oder „Im Vogelhaus“ scheinen direkt aus seinem Berufsleben als Grundschullehrer zu stammen. Andere wie der Titelsong „Geht’s so oder basst’s?“ oder „Warum fühl’ ich mich dabei nur so komisch“ schauen kritisch auf das absurde Verhalten des modernen Menschen.
Dabei wagt Tom Gubik sich auch an aktuelle Themen und baut sogar die tagesaktuelle Tageszeitung des aktuellen Tages in sein Programm ein! Man darf gespannt sein! Lassen Sie sich humorvoll unterhalten, und lassen Sie sich dabei helfen, die Dinge so hinzudrehen, dass es immer „geht und basst“!

„Schon als kleiner Bub wurde ich geboren. Nach erfolgreichem Abschluss des Kindergartens kam ich dann auch sofort in die Grundschule. Dort gefiel es mir von Anfang an so gut, dass ich mich gleich dafür entschied, mein Leben lang dort zu bleiben.
Mir wurde schnell klar, dass ich noch ewig Zeit haben würde, das kleine Einmaleins und die Einteilung in Namenwörter, Tunwörter, Wiewörter und andere Wörter zu kapieren. Da also nix pressierte, konnte ich mich gelassen meiner Freizeitbeschäftigung widmen: Musik. Nach dem obligatorischen Glocken-spiel in der musikalischen Früherziehung folgten schon bald fünf geschlagene Jahre Akkordeonunter-richt. Zunächst war die Quetschn freilich viel größer als ich, aber bald wuchs ich hinein.
Meine nächste Wahl fiel auf Trompetenunterricht, für sieben Jahre – sehr zum Leidwesen meiner El-tern und Geschwister. Umso erleichterter waren sie, als sie bemerkten, dass die anfängliche heimi-sche Übetätigkeit spürbar nachließ und wieder Ruhe im Haus einkehrte.
Die währte allerdings nur kurz, denn im zarten Alter von 23 Jährchen traute ich mich an ein weiteres, viel größeres Instrument: der Klavierunterricht an der Uni konnte beginnen, begleitet von exakt 22,5 Minuten (also quasi eine halbe dreiviertel Stunde oder 1350 Sekunden) Gesangsunterricht pro Woche.
Entgegen mancher Gerüchte kam ich nie in den Genuss des Gitarrenunterrichts, wie der aufmerksame Zuschauer heute an den Bescheißer-Griffen F und Bb sowie dem häufigen Capodaster-Einsatz bemerken kann. Ein bisschen Klampfe schrubben brachte ich mir zwar autodidaktisch bei, aber bis heute hatte niemand die Geduld, mich in die hohe Kunst des Gitarrenspiels einzuführen. Naja, werd scho glanga…“