MUK Heigl präsentiert

Senor Blues

Blues geradlinig, kantig und ohne Schnörkel

Do, 26. Dezember 2019, 20:30 Uhr
Burghausen, Restaurant Knoxoleum

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Die Musiker aus Andechs und Solln haben nach vier Jahren ihr erstes Album mit eigenen Stücken vorgelegt, die mit Songs von Robert Johnson oder Tom Waits mithalten können.
Wer die Musik dieses Duos hört, denkt womöglich an Texas, Louisiana, ans Mississippi-Delta und andere liebgewordene Klischees. Aber an Andechs und Solln? Stimmt schon: Die Gitarristen Guido Rochus Schmidt und Tom Höhne, die den Blues so gradlinig, kantig und ohne Schnörkel spielen, als kämen sie aus Houston, Memphis oder Baton Rouge, leben in München und direkt am Heiligen Berg. Und das Erstaunlichste an ihren Konzerten und ihrem Plattendebüt „Upcycling the Blues“ ist, dass ihre eigenen Stücke mit den Songs von Heroen wie Blind Willie Johnson, Lightnin´Hopkins und Robert Johnson mithalten können. Normalerweise geht das ja in die Hosen, weil die Fallhöhe so groß ist: lauter Eigenkompositionen und dazwischen grandiose Lieder von Robert Johnson und Tom Waits. Aber ihr erstes, live aufgenommene Album klingt wie aus einem Guss.(…) Das Duo beschränkt sich aufs dringend Notwendige, auch musikalisch. Die Songs bewegen sich meist im Drei-Minuten-Format, die Punktgenauen und erdigen Solos sind nie in die Länge gezogen. Rhythmisch sind Señor Blues ohnehin eine Wucht, auch deshalb, weil Höhne auf seiner um sechs Halbtöne tiefer gestimmten Isana-Gitarre die Rolle des Bassisten übernimmt. (…) Weniger ist sonst tatsächlich weniger. Aber in diesem Fall brachte das Minimalkonzept mehr: „Upcycling the Blues“ klingt voll, klar und so ungeschönt, wie der Blues klingen muss.

Foto: Nina Thiel