Euregiochor mit André Foto
euregio oratorienchor präsentiert

Ein Deutsches Requiem

op.45, J. Brahms

So, 19. November 2017, 18:00 Uhr
Altötting, St. Anna Basilika

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Am Sonntag, den 19.11.2017 wird um 18 Uhr eines der weltweit bekannten Kompositionen von Johannes Brahms in der Basilika von Altötting aufgeführt. Der Komponist hat sein Werk „Ein deutsches Requiem“ genannt.  euregio oratorienchor Altötting, namhafte Solisten vom Münchner Gärtnerplatztheater sowie erstmals die Prager Philharmoniker musizieren unter Leitung von Dirigent André Gold. Mit diesem Werk verbindet Gold selbst zwei wichtige Ereignisse: er dirigierte es erstmals 2009 in München als Abschluss seines Studiums in der Meisterklasse Dirigieren mit den Münchner Symphonikern und ein zweites Mal im Rahmen der „Landesausstellung Oberösterreich-Bayern“ mit Ehrengast Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Nicht zuletzt war es die länderübergreifende Ausstellung, die den Gedanken des „euregio Chores“ reifen lies und Jahre später auch im euregio oratorienchor seine Verwirklichung fand. Seit dieser Zeit ist es dem Chor ein Anliegen neben Euregio auch die musikalische Zusammenarbeit weiter in die Nachbarländer zu spannen. Umso mehr freut es mich, so Gold, nun auch dieses für mich besondere, ergreifende Werk in Altötting aufzuführen, noch dazu mit einem renommierten Profiorchester aus Prag. Die Prager Philharmoniker wurden als Filmmusikorchester gegründet und sind eines der ältesten Orchester in seiner Art. Einladungen weltweit, CD Aufnahmen bei bekannten Labels, nicht zuletzt mit Sol Gabetta und Jonas Kaufmann, bezeugen die hohe künstlerische Qualität. Diese Qualität hat sich auch der euregio oratorienchor als Ziel gesetzt, nicht zuletzt da dieses Werk vom Chor und seinem Gesang lebt. Denn im Gegensatz zu den konservativen Requien- unter einem Requiem versteht man gemeinhin die Liturgie der Totenmesse der katholischen Kirche bzw. kirchenmusikalische Kompositionen zum Totengedenken – fehlt diesem Werk das herkömmliche Korsett. Im Gegenteil: Brahms gestaltete sein Deutsches Requiem nicht als Trauermusik, sondern zum Trost derer, „die da Leid tragen“, also vor allem als eine von Ernst, Würde und Zuversicht getragene Musik für die Lebenden. Diese Zuversicht spiegelt sich im gesamten Werk durch kraftvolle unisono Passagen, die mit bebenden Pauken und kraftvollem Gesang sowie leidenschaftlichem Orchesterklang fast doch an an dies Irae erinnern um dann wieder in den leisesten, sanftmütigen Tönen Hoffnung beschwören.1861 begann er mit der Zusammenstellung der Texte zu seinem Deutschen Requiem. Ebenso 1861 komponierte er die ersten beiden Sätze. In den Jahren 1865 und 1866 entstanden die Sätze IV, III, VI und VII. Der heutige Satz V wurde erst im Mai 1868 komponiert und nach den ersten Aufführungen in das Werk eingefügt. Das vollständige Werk, wie wir es heute kennen, erlebte am 18. Februar 1869 seine Uraufführung im Leipziger Gewandhaus. Die anspruchsvollen Soloparts übernehmen Sophie Mitterhuber (Sopran) und Christoph Filler (Bariton). Besonders für den Sopran ist die Partie “ Denn ihr habt nun Traurigkeit “ mit Respekt besetzt. Brahms fordert hier glänzende Höhe vereint mit besonders langen Phrasen. Aber auch vom Bariton wird ein Stimmumfang bis in die Tenorlage verlangt. Ein rundum meisterliches Werk also mit hohem musikalischem wie technischem Anspruch, das den Zuhörer trotz Trauerthematik nach 70 Minuten in Hoffnung und Zuversicht entlässt.
Karten über Inn Salzach Ticket und deren Vorverkaufsstellen.

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