3. Schauspiel Saison 2018/2019

Nikolaus Habjan: Der Herr Karl

Carl Merz / Helmut Qualtinger

Do, 06. Dezember 2018, 20:00 Uhr
Burghausen, Stadtsaalgebäude Burghausen

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Nikolaus Habjan: Der Herr Karl

Monolog von Carl Merz und Helmut Qualtinger

Puppenbau und Spiel: Nikolaus Habjan
REGIE SIMON MEUSBURGER

„Wiener Blut“ jault aus dem Grammofon, drei Puppen baumeln an Haken aufgehängt von der Decke: ein Trinker am Kaffeehaustisch, ein stattlicher Kellner, eine blonde Dame hinter der Bar. Wer von ihnen wird wohl der „Herr Karl“ sein, jener von Helmut Qualtinger und Carl Merz kreierte schmierige, opportunistische und elendig selbstmitleidige Mitläufer, sozusagen die Personifikation alles Widerlichen nicht nur in der österreichischen Seele?
In der Puppentheaterversion sind sie alle der Herr Karl: Der Grazer Puppenspieler Nikolaus Habjan schlüpft abwechselnd mit Hand und Stimme in die Puppen und lässt sie von früheren Zeiten schwärmen, klagen, es war ja alles besser, nein furchtbar, man musste es sich eben richten. Dabei ist der Herr Karl moralisch flexibel und Opfer war er natürlich immer. (Karin Nussmayr)
Es war ein wunderbar fieser, finsterer, kurz: sehr österreichischer Abend, so die AZ über die Auffüh-rung im Residenztheater.
Nikolaus Habjan ist gerade mal 30. Und schon eine der interessantesten Persönlichkeiten des deutsch-sprachigen Theaters, vertreten auf den großen Bühnen u.a. in Wien, Graz und München. Habjans Spezialität sind lebensgroße Klappmaulpuppen, die, im Gegensatz zum Marionettentheater, das hinter einer Barriere stattfindet, von sichtbaren Darstellern gespielt werden.