Kulturstadt Mühldorf a. Inn präsentiert

Akademiekonzert

17. Dozentenkonzert der Mühldorfer Sommerakademie

Fr, 06. September 2019, 17:00 Uhr
Kloster Zangberg, Ahnensaal

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Beim Akademiekonzert im Ahnensaal werden zwei höchst anspruchsvolle Werke gespielt: Das Sextett für Klavier und Streicher, op. 33 von Felix Weingartner (1863 – 1942) und die Kammersinfonie op. 110a von Dimitri Schostakowitsch. Weingartner lebte von 1863 bis 1942, studierte bei Franz Liszt in Leipzig, war von 1895 bis 1905 Chefdirigent der heutigen Münchner Philharmoniker und übernahm 1908 für 3 Jahre die Leitung der Wiener Hofoper von Gustav Mahler. Sein wunderbares Sextett wird nur selten aufgeführt.

Bei der Kammersymphonie, op. 110a, von Dimitri Schostakowitsch handelt es sich um die Bearbeitung seines achten Streichquartetts, op. 110, für Streichorchester. Der Leiter des Moskauer Kammerorchesters, Rudolf Barshai, nahm sie mit Genehmigung des Komponisten vor. Schostakowitsch schrieb sein achtes Quartett 1960 in der Nähe von Dresden. Er hielt sich dort zu Dreharbeiten für den sowjetischen Film „Fünf Tage und fünf Nächte auf“, der die Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg dokumentieren sollte. Die Interviews, die dazu mit Augenzeugen geführt wurden, beeindruckten ihn so sehr, dass er in nur drei Tagen das Quartett schrieb und es den Opfern des Krieges und des Faschismus widmete.

Das Stück ist ein Schlüsselwerk des Antifaschisten Schostakowitsch, der sein gesamtes Schaffen als Trauerarbeit für die Opfer verstand. Zugleich sollte es sein eigenes Requiem sein.